The Yulong River, known as ‘the Little Li River’, is a tributary of the Li River. Unlike the busy Li River, it has no motorized boat traffic and relies completely on bamboo rafts to ferry passengers downriver. In combination with a bicycle trip it is a perfect activity in this beautiful landscapes.


 

Die Gegend um Yangshuo ist ideal zum Radfahren! Denn alles zwischen den Karstfelsen ist flach. 😉 Im Hostel mieten wir ein Mountain-Bike und radeln los. Unser Ziel ist der Yulong Fluss, der sich wie der Li Fluss durch die Karstfelsen windet. Zudem kann auf dem Yulong Fluss ein Bambusboot (aus richtigem Bambus und nicht aus Plastik) gemietet werden und ein FĂ€hrmann manövriert einem den Fluss hinab.

Wir sind ĂŒberrascht ĂŒber die zum Teil super ausgebauten Radwege. Aufgrund neueren und besser ausgebauten Strassen werden nun “ausgediente” Hauptstrassen in Radwege umfunktioniert, um den langsamen Verkehr zu fördern. Die Radwege sind so gut, dass zum Teil auch die Autos lieber den Radweg als die alte Strasse benutzen.

Radweg ausserhalb von Yangshuo

Wir kommen zu einem kleinen Dorf, wo sich die Bambusflosse am Ufer tummeln. Irgendwo hier, muss man wohl ein Floss mieten können.

Bambusflosse tummeln sich am Ufer

 

Lange mĂŒssen wir nicht warten, bis uns ein Floss angeboten wird. In gebrochenem Englisch gibt uns eine Frau den Preis zu verstehen und dass wir ihr (wohl zur Ablegestelle der Flosse) folgen sollen. Ohne genau zu wissen, wohin es geht, schwingen wir uns in den Sattel und folgen ihr. Etwas witzig ist es schon, einer Unbekannten, die auf einem Kindervelo ein respektables Tempo hinlegt, irgendwohin hinterher zu radeln. 😉 

Wir werden zu den Flossen gefĂŒhrt

Sie bringt uns zu einem mehr oder weniger offiziell aussehenden Ticketschalter, wo sie sich zuerst einmal mit einem Mann streitet. – Oder vielleicht auch nicht streitet? Bei Chinesen weiss man das manchmal nicht so genau, da die Unterhaltungen auf unsere Ohren oft lauter und hĂ€rter wirken.

Unsere Velos sollen mit dem Auto bis zur Anlegestelle transportiert werden. Wir hatten gehofft, wir könnten sie mit aufs Floss nehmen. Aber anscheinend geht das wegen ein paar Wehren nicht, die mit dem Fluss ĂŒberwunden werden mĂŒssen. Man weist uns an, die Velos auf einem kleinen PlĂ€tzchen in der NĂ€he von der Ablegestelle abzustellen… ob wir wohl unsere Velos je wieder sehen?

Wir besteigen das Floss und los geht es! GemĂŒtlich treiben wir den gemĂ€chlichen Fluss hinab. Die Landschaften sind wieder wunderschön und die Reflexionen auf dem Fluss animieren einmal mehr zu viel zu vielen Fotos.

Floss und Yulong Fluss
Gerundete Felsformen am Yulong Fluss

 

Jedoch sind wir nicht allein… Die Floss-Karavane erinnert sehr an Europapark und die Orange leuchtenden Rettungswesten wollen nicht so recht zum Farbenspiel des Flusses passen. Allerdings ist auch zu sagen, dass es vor allem am Anfang recht gedrĂ€ngt war und sich die Flosse mit der Zeit etwas verteilten. Gegen den Schluss waren nur noch 3 bis 4 Boote in Sicht und dank dem motorlosen Treiben, war es wunderbar ruhig. 

Flosskaravane an der Ablegestelle

 

Wie schon zuvor an anderen pittoresken Orten, treffen wir auf frisch VermĂ€hlte, die ihre Fotos machen lassen. Wir fragen uns allerdings wie das mit all den Flossen im Hintergrund raus kommt. Mit Photoshop wird das eine Heidenarbeit…

Frisch VermÀhlte beim Fotoshooting

… und zudem fragen wir uns, wie sie wohl mit dem Typ in UnterwĂ€sche im Hintergrund umgehen 😉

Noch mehr Photoshop?

Besonders spassig waren die paar Wehre, die mit dem Floss ĂŒberquert werden mussten. 

 

Die Fahrt dauert gemĂŒtliche 1.5 Stunden. Wir bedauern, dass wir uns nicht mit dem FĂ€hrmann unterhalten konnten. Er hĂ€tte sicher interessantes zu erzĂ€hlen gehabt. 

Und wo sind unsere Velos? Wir laufen auf der kleinen Strasse bei der Anlagestelle auf und ab…. und finden sie schliesslich im GrĂŒn neben der Strasse. Ausser der ausgehĂ€ngten Kette ist aber alles in Ordnung und so kann es mit der Fahrt weiter gehen.

Wir befreien die Velos vom GrĂŒn

 

Die RĂŒckfahrt nach Yangshuo war das Highlight des Tages. Der schmale Radweg folgt dem Spiegel glatten Fluss und schlĂ€ngelt sich durch lĂ€ndliche Dörfer sowie entlang von leeren Feldern. Im Licht der untergehenden Sonne wird alles um so schöner und wir halten bei so mancher hĂŒbschen Szene und an mehr als einem bezauberndem Flussabschnitt.

Über Stock und Stein

Arbeit auf den Feldern

Die Felder werden bewÀssert

Auf dem Velo
Reflextionen im Wasser